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Kondensierte Aromate |
Im
Gegensatz zu Benzol, das bei Raumtemperatur flüssig ist, ist Naphtalin eine
farblose kristalline Substanz mit einem Schmelzpunkt von 80°C. Sicherlich kennt
jeder Naphthalin als Mottenpulver. Ebenso wie Benzol ist Naphthalin aromatisch.
Naphthalin
sowie seine Methylderrivate isoliert man aus dem Steinkohleteer, spezifisch
substituierte Derrivate müssen jedoch synthetisiert werden. Eine allgemeine
Darstellung des Naphthalinsystems beginnt mit einem substituierten Benzol und
benutzt dann eine Folge von Reaktionen. Friedel-Crafts-Alkanoylierung (-Acylierung)
mit Butandisäureanhydrid, Clemmensen-Reduktion des enstandenen Ketons, danach
eine intramolekulare Friedel-Crafts-Alkanoylierung zur Ausbildung des zweiten
Ringes und schließlich die Überführung des entsandenen bicyclischen Systems
in die aromatische Verbidnung durch Grignard-Addition, säurekatalysierte
Dehydratisierung und Dehydrierung. Hierüber lassen sich z.B. 1,7-dialkylierte
Naphtaline sehr einfach darstellen.

Genau wie Naphthalin lassen sich auch die höheren
benzoiden Kohlenwasserstoffe Anthracen und Phenanthren durch
Ringschlussreaktionen darstellen. So ergibt z.B. eine Friedel-Crafts-Reaktion
von Benzol mit 1,2-Benzoldicarbonsäureanhydrid (Phtalsäureanhydrid) mit
nachfolgender Clemmensen-Reduktion der entstandenen Säure und dem Ringschluss
über eine zweite Friedel-Crafts-Reaktion Anthron, das sich leicht Anthracen und
sein 9-substituiertes Derrivat umsetzen lässt.

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