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Leclanché-Element |
Das
klassische Leclanché-Element ist ein Primärelement und kann somit nicht
wieder aufgeladen werden. Die negative Elektrode eines Leclanché-Elements wird
durch einen Zinkbehcer gebildet. Der positive Pol wird durch einen mit
Braunstein überzogenen Kohlestab gebildet, welcher sich in einem mit Sägemehl
eingedickten Elektrolyten (Ammoniumchlorid) befindet. Da der Elektrolyt
vollständig vom Sägemehl aufgenommen ist, wird diese Art von galvanischer Zelle
als Trockenelement bezeichnet.

Im wesentlichen laufen die folgenden Reaktionen in einem Leclanché-Element ab:
Anode (Minuspol):
(1) Zn(s) -> Zn2+ + 2e-
Kathode (Pluspol):
(2) 2MnO2(s) + 2H3O+(aq)+
2e- -> Mn2O3(s) + 3H2O(l)
Nachlieferung der nötigen Oxonium-Ionen aus dem
Ammoniumchlorid-Elektrolyten:
(3) NH4+(aq) + H2O(l) -> NH3(aq)
+ H3O+(aq)
Die entstandenen Ammoniakmoleküle werden von den Zinkionen komplex gebunden:
(4) Zn2+(aq) + 2NH3(aq) -> [Zn(NH3)2]2+(aq)
Die Reaktion dieses Komplexes mit den Chloridionen aus dem Ammoniumchlorid:
(5) [Zn(NH3)2]2+(aq) + 2Cl-(aq)
-> [Zn(NH3)2]Cl2(s)
Gesamtgleichung::
Zn + 2MnO2 +2NH4Cl ->Mn2O3 +
[Zn(NH3)2]Cl2 + H2O
Die hier angegebenen Reaktionsgleichungen sind vereinfacht in der Realität sind die ablaufenden Reaktionen viel komplizierter. Ein solches galvanisches Element liefert erst dann keinen Strom mehr wenn der Braunstein verbraucht ist. Durch Anlegen eines äußeren Stroms kann jedoch kein Dimangantrioxid zu Mangandioxid oxidiert werden. Daher ist das Element nicht wieder aufladbar.
© 2001-2005 [Chempage.de] – Michael Müller – michael.mueller@rwth-aachen.de – http://www.chempage.de
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