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Wasserlose Schwefelsäure ist eine farblose,
ölige Flüssigkeit hygroskopische Substanz. In Berührung mit organischen
Substanzen wie Saccharose (Haushaltszucker, Rohrzucker) entzieht sie den
Verbindungen das Wasser. Zurückbleibt lediglich schwarzer Kohlenstoff (also
Kohle). So bildet sich aus Zucker mit Schwefelsäure Zuckerkohle (siehe auch
Versuch: Herstellung von Zuckerkohle).
Beim Mischen mit Wasser ist eine starle
Wärmebildung zu beobachten. Verdünnte Schwefelsäure reagiert mit allen
Metallen die in der Spannungsreihe über dem Wasserstoff stehen. Dabei
entsteht Wasserstoff und die entsprechenden Sulfatsalze [Schwefelsäure
verdünnt + Metall → Metallsulfat + Wasserstoff]. Gold und Platin sind
beständig in Schwefelsäure. Kupfer und Quecksilber reagieren mit keißer
konzentrierter Schwefelsäure zu ihren Sulfaten, Schwefeldioxid und Wasser.
Die Leitfähigkeit von reiner Schwefelsäure
ist gering, da sie nur wenig desoziiert. Verdünnte Schwefelsäure leitet den
Strom sehr gut, da bei der Protolyse Ionen als Ladungsträger gebildet
werden. Dabei disoziiert die Schwefelsäure in Wasser in zwei Protolysestufen.
1. Protolysestufe: H2SO4
+ H2O HSO4-
+ H3O+
2. Protolysestufe: HSO4 + H2O
SO42-
+ H3O+ |