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Stärke ist ein weißer Feststoff, der von
Pflanzen als Reservepolysaccharid gebildet wird. Das Polysaccharid besteht
aus α-D-Glucosemolekülen, die teilweise stark verzweigt und teilweise als
unverzweigte Ketten vorliegen. Das Makromolekül besteht aus zwei
verschiedenen Polysacchariden. Zu etwa 80%-85% besteht Stärke aus dem
wasserunlöslichen Amylopektin, das sind verzweigte Ketten aus circa 3000
Glucoseresten in 1,4- und 1,6-α-glykosidischen Bindung. 15% bis 20% des
Moleküls bestehen aus der wasserlöslichen Amylose, die ein schraubenförmiges
Gebilde aus unverzweigten Ketten aus bis zu 300 Glucoseresten in
1,4-α-glykosidischer Bindung darstellt.
Beim Aufkochen bildet Stärke in Wasser
Kolloidale, die beim Abkühlen zu einem Gel erstarren. Im Gegensatz zum
Einfachzuckern aus dem sie aufgebaut ist, findet bei Stärke keine Reduktion
beim Fehling-Test statt. Sie lässt sich aber durch Kalium-Iodid nachweisen.
Dabei bildet sich ein sogenannter Jod-Stärke-Komplex aus der sich durch eine
Schwarz-Färbung der Lösung bemerkbar macht. |