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1) Diamagnetismus |
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Diamagnetisch sind alle Stoffe,
deren Atome, Ionen oder Moleküle abgeschlossene Schalen oder Unterschalen
haben. Sie besitzen daher kein resultierendes magnetisches Moment, da sich
die Spinmomente und die Bahnmomente der Elektronen kompensieren. In einem
magnetischen Feld wird ein diamagnetischer Stoff aus dem Magnetfeld
gedrückt. |
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2) Paramagnetismus |
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Atome, Ionen oder Moleküle, in denen
ungepaarte Elektronen vorhanden sind, besitzen ein permanentes magnetisches
Moment und werden als paramagnetisch bezeichnet. Da die Ausrichtung der
magnetischen Momente statistisch verteilt sind ergibt sich für den Stoff
ohne äußeres Magnetfeld kein resultierendes Magnetfeld in der Substanz. Im
magnetischen Feld richten sich die Momente in Feldrichtung aus und es ergibt
sich ein dem äußeren Feld gleichgerichtetes magnetisches Feld. Dem
Paramagnetismus wirkt die Braun’sche Molekularbewegung entgegen. Ein
paramagnetischer Stoff wird in ein magnetisches Feld gezogen. |
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3) Ferromagnetismus |
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Unterhalb einer bestimmten Temperatur (Curie Temperatur TC)
innerhalb eines kleinen Bereichs, der so genannten Domäne (Weissscher
Bereich) kann eine Kopplung der Spins benachbarter Atome auftreten. Die
Suszeptibilität ist um 107 bis 1010 mal größer als der
Paramagnetismus und kann sogar makroskopisch nachgewiesen werden.
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4) Antiferromagnetismus |
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Unterhalb
der Néel-Temperatur erfolgt eine spontane antiparallele Kopplung gleich
großer Momente in einem Weissschen Bereich. Das heißt Schichten mit parallel
ausgerichteten Dipolen aber mit jeweils entgegen gesetzten Richtungen
kompensieren sich. Ein Beispiel hierfür ist das Nickeloxid (NiO).
Die magnetische Struktur solcher
Substanzen kann mit Hilfe von Neutronenbeugung bestimmt werden. |
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5) Ferrimagnetismus |
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Innerhalb eines Weissschen Bereichs
erfolgt unterhalb einer bestimmten Temperatur eine antiparallele Kopplung
verschieden großer Spinmomente. Man kann hier von einem „Kleinen
Ferromagnetismus“ sprechen. Diese Form des Magnetismus tritt zum Beispiel
bei Spinellen auf (z.B.: Fe3O4) (außer bei Co3O4).
Dabei heben sich die magnetischen Momente Fe3+ oktaeder Plätze
und der Fe3+ Teraederplätze auf und das resultierende magnetische
Moment wird durch die Fe2+ verursacht. Man kann also beim
Ferrimagnetismus von einem nicht ganz kompensierten Antiferromagnetismus
sprechen. |
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