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Sauerstoff kommt in einer weiteren
Modifikation vor, dem Ozon. Ozon ist ein charakteristisch riechendes,
blassblaues Gas, das sich bei -111°C verflüssigen lässt und bei -193°C in
den festen Zustand über geht. Die kondensierte Phasen sind schwarzblau und
diamagnetisch.
Ozon besteht aus gewinkelten O3-Molekülen
(Bindungswinkel 117°C), die beiden O-O-Abstände sind gleich lang (128pm), es
ist daher eine delokalisierte π-Bindung vorhanden.
Ozon ist eine endotherme Verbindung:
3/2 O2 → O3 ΔH = 143kJ/mol
Reines Ozon, besonders in
kondensiertem Zustand, ist explosiv. In verdünntem Zustand erfolgt bei
Normaltemperatur nur allmählicher Zerfall, der sich beim Erwärmen und in
Gegegenwart von Katalysatoren beschleunigt.
O3 ist ein starkes
Oxidationsmittel. PbS wird zu PBSO4 oxidiert, S zu SO3.
Das Standardpotential zeigt, dass das Oxidationsvermögen von O3
fast das des atomaren Sauerstoffs erreicht und nur von wenigen Stoffen
übertroffen wird.
O2 + 3 H2O
O3
+ H3O+ + 2e- ΔH
= 2,07V
3 H2O
O
+ 2 H3O+ + 2e-
ΔH= 2,42V
Beim
Einleiten von O3 in eine KI-Lösung entsteht I2.
O3 + 2 I- + H2O
→ I2 + O2 + 2 OH-
Durch Titration des Iods kann O3
quantitativ bestimmt werden.
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