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Der pH-Wert einer Lösung kann nicht nur mittels
Säure-Base-Indikatoren bestimmt werden. Er lässt sich ebenso und sogar genauer
auf elektrochemischen Wege bestimmen. Dazu ist es wichtig eine
Halbzellenreaktion zu wählen welche in direkter Abhängigkeit mit der H+-Ionen-Konzentration steht. Die nötige Bezugselektrode darf jedoch
nicht vom pH-Wert abhängig sein damit eine Messung über elektrochemischen Wege
zum Erfolg führt. Für solche Messungen wird eignet sich die Wasserstoffhalbzelle
als pH-abhängige Zelle jedoch wird aus Gründen der leichteren Handhabbarkeit
eine Glaselektrode gewählt. Sie besteht aus einer sehr dünnen Glasmembran
(0,001mm) welche mit einer Pufferlösung mit bestimmtem pH-Wert gefüllt ist. Als
eigentliche Elektrode dient ein Platindraht.
Die Bezugselektrode ist in den meisten fällen eine
Silber-Siberchlorid-Halbzelle. Prinzipiell würde sich aber auch eine
Kalomel-Elektrode eignen. Sie besteht aus einer Kaliumchloridlösung (c(KCl)
= 0,1mol/l )und einem festen Bodensatz an Silberchlorid. Darin taucht einfeiner
Silberdraht ein. Aufgrund des Löslichkeitsprodukt und der definierten
Chlorid-Ionen-Konzentration stellt sich eine definierte
Silber-Ionen-Konzentration ein. Es stellt sich somit ein Elektrodenpotential von
E(Ag+/Ag) = 0,2814V ein.
Taucht man nun das Messsystem in eine Säuren- oder
Basenlösung ein, so diffundieren H+-Ionen durch die Glasmembran.
Dabei ist die Menge der diffundierenden H+-Ionen abhängig vom pH-Wert
der Probenlösung. Es bildet sich somit zwischen beiden Seiten der Glasmembran
ein pH-abhängiges Potential aus. |