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Pinakohlumlagerung |
Behandelt man vic-Diole mit Säuren, so erhält
man unter Umlagerung des Kohlenstoffgerüstes Aldehyde bzw. Ketone.

Die Reaktion hat vom
Pinakol (R1 = R2 = R3 = R4 = CH3) ihren Namen erhalten.
Nach Protonierung und
Abspaltung von Wasser wird ein Carbeniumion gebildet, dass durch 1,2-shift
umlagert und durch Protonenabspaltung stabilisiert wird. Treibende Kraft der
Umlagerung ist die Ausbildung eines mesomeriestabilisierten Carboxonium-Ions.
Sind die Reste R
verschieden, dann ist entscheidend dafür, welcher Rest wandert, die Frage,
welches das stabilste Carbeniumion ist, das primär gebildet wird.
Beispiel:

Es werden jedoch auch
Ausnahmen von dieser Regel gefunden, die im wesentlichhen durch die
Reaktiondbedingungen beeinflusst werden.
Beispiel:

Anchimere Assistenz spielt
hierbei eine Rolle.
Umlagerungen im Sinne einer
Pinakol-Umlagerung findet man auch dann, wenn man die Carbenium-Ionen auf
anderem Wege erzeugt.
Beispiel: sog.
Semipinakol-Umlagerung

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