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Umlagerungen (Allgemein) |
Bei den meisten chemischen
Reaktionen werden funktionelle Gruppen transformiert neue C-C-Bindungen oder
Heterobindungen geschlossen. Es gibt jedoch auch Reaktionen bei denen das Gerüst
der Verbindung verändert wird. Man spricht in diesem Zusammenhang von
Umlagerungen. Bei einer Umlagerung wandert ein Substituet W von einem A an ein
Atom B, wobei diese Atome häufig benachbart sind.
Prinzipiell kann man zwei
Formen der Umlagerung unterscheiden: solche, in denen überbrückte
Zwischenstufen durchlaufen werden, und solche ohne Zwischenstufe. Weiterhin kann
man Umlagerungen danach einteilen, ob der Rest R mit oder ohne die
W-A-Bindungselektronen wandert oder, in anderen Worten, ob das Zentrum B zunächst
Elektronenmangel wie in einem Kation, ein freies Elektronenpaar wie in einem
Anion oder radikalischen Charakter besitzt. In den meisten Fällen sind A und B
direkt aneinander gebunden. Ein Substituent W wandert von einem Atom an ein
benachbartes (zweites). Mn nennt eine solche Reaktion eine 1,2-Umlagerung. Es
sind aber auch Wanderungen über eine größere Anzahl von Zentren möglich
(1,n-Umlagerung). Wird die neue Bindung zu einem anderen Atom im Rest R gebildet
als zu dem, das an A gebunden ist, spricht man von m,n-Umlagerung. Durch
Wanderung einer σ-Bindung entsteht das Umlagerungsprodukt.


Im folgenden sollen kurz
die drei möglichen Mechanismen charakterisiert werden.
Hierbei nimmt die wandernde
Gruppe W das Bindungselektronenpaar mit, und das ursprünglich bindende Atom A
besitzt nur noch ein Elektronensextett.
Hier verbleibt das bindende
Elektronenpaar am Atom A. Handelt es sich beim wandernden Atom W um ein H-Atom,
spricht man von prototropen Umlagerungen.
Hier verbleibt ein Elektron
an A und eines an W.
Daneben gibt es noch einen
4.Mechanismus, der über cyclische Übergangszustände verläuft. Aniontrope,
nucleophile Umlagerungen überwiegen bei weitem. Daher soll im folgenden dieser
Mechanismus genauer behandelt werden.
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