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Wasserstoffperoxid ist eine sipuröse, fast farblose
Flüssigkeit. In den Handel kommt sie als 30%ige Lösung.
Die oben beschriebene Struktur des Wasserstoffperoxid beschreibt die
dreidimensionale Anordnung der Atome nur schlecht. Wasserstoffperoxid
liegt in einer verdrillten Kette von 4 Atomen vor.
Die O-O-Bindung ist schwach, die Bindungsenergie ist klein. H2O2
ist daher eine metastabile Verbindung, die sich bei höherer Temperatur –
eventuell auch explosionsartig- zersetzt.
2 H2O2
2 H2O + O2
DH = -98,3 kJ/mol
Die Zersetzung wird durch Spuren von
Schwermetallkationen wie Cu2+ oder Pt und alkalisch reagierenden
Stoffen katalysiert. Stabilisierend wirkt Phosphorsäure. H2O2
ist eine sehr schwache Säure (Ks= 10-12). Gegenüber vielen
Verbindungen wirkt H2O2 sowohl in saurer als auch in
alkalischer Lösung oxidierend.
H2O2
+ 2 H3O+ + 2e-
4 H2O
E = +1,78V
Um zu Verhindern, dass sich die
Wasserstoffperoxidlösung durch Verunreinifungen zersetzt, werden ihr
Stabilisatoren wie Natriumphosphat oder Phosphorsäure zugesetzt, die diesen
Zerfall verhindern.
Wasserstoffperoxid oxidiert
Schwefeldioxid (SO2) zu Sulfat (SO42-),
Nitrit (NO2-) zu Nitrat (NO3-),
Eisen(II)- zu Eisen(III)-Ionen, Chrom(III) zu Chromat.
H2O2
+ 2 H2O
O2
+ 2 H3O+ + 2e- E= +0,68V
Gegenüber starken Oxidationsmitteln
wirkt es reduzierend. Dies ist gegenüber Permanganat-Ionen (MnO4-),
Chlor, Cer(IV), Bleidioxid (PbO2) und Ozon (O3) der
Fall. Die folgende Reaktion
wird zur titrimetrischen Bestimmung von Wasserstoffperoxid benutzt.
2 MnO4-
+ 6 H3O+ + 5 H2O2 → 2 Mn2+
+ 14 H2O + 5 O2
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