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L(+)-Weinsäure ist unter
Normabedingungen ein farbloser kristalliner Feststoff, welcher stark sauer
schmeckt. In der Natur findet sich Weinsäure in zahlreichen Pflanzen und
Früchten. Die Weinsäure besitzt drei Isomere, welche Chiralitätszentren
aufweisen und optisch (siehe drehen die
Polarisationsebene des Lichts).
Weinsäure war
eine der ersten Substanzen an der Chiralität und optische Aktivität
nachgewiesen werden konnte (Pasteur führte mit Weinsäure Experimente durch
und traf durch einen Zufall auf die Chiralität).

Das Gemisch aus L(+)-Weinsäure
und D(-)-Weinsäure wird als Traubensäure bezeichnet
und ist ein Racemat. Man kann durch vorsichtiges Erhitzen das Anhydrid der
L(+)-Weinsäure gewinnen. Erhitzt man Weinsäure zu
stark, so tritt die Verkohlung ein und es ist ein karamelartiger Geruch
wahrzunehmen. Salze der Weinsäure nennt man Tartrate, wobei man die Salze
bei denen nur ein Wasserstoffatom einer Carboxylgruppe durch ein Metallatom
ersetzt als Hydrogentartrate bezeichnet. Kaliumnatriumtartrat (Seignettesalz)
wird als Zusatzstoff in Lebensmitteln eingesetzt und ist ebenso in der
Fehlingschen Lösung enthalten. Kaliumhydrogentartat (Weinstein) findet sich
im Backpulver. |