Polyvinylchlorid (weich)

Abkürzung: PVC P, Polyvinylchloride; Nach der neuen DIN-Norm heißt es statt PVC h jetzt PVC U (unplastinized) und PVC w jetzt PVC P (plastinzed)
Dichte 1,20-1,35g/cm³
Abbildung:
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physikalische Eigenschaften: PVC P ist ein gummiartig flexibler, kratzfester Kunststoff, welcher beim scharfen Knicken keinen Weißbruch aufweist. Bei gutem Weichmacher wird das Polymer auch bei tiefen Temperaturen nicht spröde.
chemische Eigenschaften
Aceton sowie Ester und Fleckenreinigungsmittel lösen den Kunststoff. Gegenüber von Säuren, Basen, Alkoholen und Ölen ist PVC beständig. Außerdem ist der Kunststoff schweißbar und klebbar.

Das Polymer besteht aus langen, unverzweigten Molekülsträngen.
Brennprobe: PVC P brennt mit leuchtend gelber (wegen des Weichmachers), rußender Flamme. Je nach Weichmachergehalt brennt der Kunststoff nach dem Entfernen der Zündquelle weiter. Die Brandfläche verkohlt und es wird ein stechender Geruch freigesetzt (HCl). PVC zeigt eine positive Beilsteinprobe.
Verarbeitungsverfahren: PVC P wird über Spritzguss-, Extruder- sowie Kalandrierverfahren verarbeitet.
Anwendungen: Aus dem Kunststoff werden Schläuche, Stecker, Schuhsohlen sowie Folien zum Beschichten von Geweben und Oberflächen gefertigt. Durch Tauchen von Textilien in PVC-Paste werden beispielsweise Schutzhandschuhe gefertigt. Außerdem werden aus dem Polymer Spielbälle, Spieltiere sowie technische Teile und Bodenbeläge gefertigt.

 

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