|
Chemolumineszenz von Singulettsauerstoff |
| Versuch: AC 005 | |
| Zeitaufwand: |
60min |
|
|
Geräte: |
|
● durchbohrter Gummistopfen ● 500mL Dreihalskolben ● Erlenmeyerkolben ● Schläuche ● Wasserstrahlpumpe ● 20mL-Spritze |
|
|
Chemikalien: |
|
● Natriumhydroxid (50g) ● Wasserstoffperoxid 10%ig (70ml) ● destilliertes Wasser (250ml) ● Kaliumpermanganat ● konz. Salzsäure |
|
|
Sicherheitshinweise: | ||||||||
|
|||||||||
|
|
Durchführung: | ||||||||
|
Zunächst wird die Saugflasche mit durchbohrtem Gummistopfen an der Nutsche über einen PVC-Schlauch und ein Gaseinleitungsrohr an dem Dreihalskolben verbunden. Am Dreihalskolben schließt man noch eine Wasserstrahlpumpe an. Im Kolben legt man eine Lösung aus 50g Natriumhydroxid und 250ml Wasser vor und versetzt diese mit 70ml der Wasserstoffperoxid-Lösung. In einem Erlenmeyerkolben bedeckt man den Grund mit Kaliumpermanganat und versetzt dieses mit der konzentrierten Salzsäure. Hierbei entsteht Chlor das durch den beim Anstellen der Wasserstrahlpumpe entstehenden Unterdruck in die Lösung im Dreihalskolben geleitet wird. |
|
|
Entsorgung |
| Die Abfälle werden neutralisiert und in einem Behälter für wässrige Schwermetall-Lösungen entsorgt. | |
|
|
Beobachtung: |
| Beim Einleiten des Chlorgas in die Lösung des Dreihalskolben ist ein rotes Leuchten zu beobachten. |
|
|
Erläuterung: |
|
Normalerweise liegt ein Sauerstoff-Molekül als Diradikal vor, bei dem die beiden Valenzelektronen in verschiedenen Molekülorbitalen vorliegen. Durch die Reaktion von Chlor mit Wasserstoffperoxid und Natriumhydroxid entsteht im Dreihalskolben energetisch angeregter Singulettsauerstoff. Beim Singulettsauerstoff liegen beide Valenzelektronen in einem entarteten Molekülorbital vor. Dieser Zustand ist energetisch so ungünstig, dass er nur eine Lebensdauer von 10-9s hat. Unter Abgabe von Lichtenergie geht der Singulettsauerstoff in den energetisch günstigeren Triplettsauerstoff über. Cl2 + H2O2 + 2 OH- → 2 H2O +2 Cl- + 1O2 1O2 → 3O2 + Licht Das für die Reaktion benötigte Chlor hergestellt indem man Salzsäure mit Kaliumpermanganat reagieren lässt. Dabei entsteht Chlor, Wasser und Kaliumchlorid und Manganchlorid: 2KMnO4 + 16HCl → 5Cl2 + 8H2O + 2MnCl2 + 2KCl |
|
|
weiterführende Informationen: |
Versuchsskript |