Zaubertinte

Versuch: AC 020
Zeitaufwand: 15 Min.
   
 Geräte:

Zerstäuber

2 Bechergläser (250mL)

Erlenmeyerkolben mit Stopfen

verschiedene Pinsel

saugfähiges Papier

Schutzbrille

Schutzhandschuhe

   
 Chemikalien:

Ammoniumthiocyanat

Gallusäure

gelbes Blutlaugensalz (Kaliumhexacyanoferrat-(II)-Trihydrat)

Eisen(III)-chlorid

dest. Wasser

   
Sicherheitshinweise:
Ammoniumthiocyanat (NH4SCN) Xn: reizend R: 20/21/22-32 S: 13
Kaliumhexacyanoferrat-(II)-Trihydrat (K4[Fe(CN)6]3*3H2O) Xn: reizend R: 52/53 S: 50.1-61
Eisen(III)-chlorid (FeCl3) Xn: reizend R: 22-38-41 S: 26-39
Gallussäure(C6H2(OH)3COOH) keine Angaben
   
 Durchführung:
10g des handelsüblichen wasserhaltigen Eisen(III)-chlorid werden in einem Erlenmeyerkolben mit 200ml Wasser vollständig aufgelöst. Nun trägt man die Flüssigkeit mit einem Pinsel auf das saugfähige Papier auf und lässt es über Nacht trocknen.
Besprüht man die versteckte Schrift mit einer Lösung von NH4SCN (2g in 200ml Wasser), so erhält man eine intensiv rote Färbung. Verwendet man eine Lösung von K4[Fe(CN)6]3)*3H2O (5g in 200ml Wasser, so erhält man eine tintenblaue Farbe. Und behandelt man das Papier mit Gallussäure so stellt sich eine Schwarzfärbung ein.
Die gleichen Farbeffekte erhält man, wenn man das Papier mit Thiocyanat-, Blutlaugensalz- oder Tannin-Lösung bemalt und es anschließend mit FeCl3 besprüht.
   
 Erläuterung:
FeCl3, und NH4SCN bilden in wäßriger Lösung blutrot gefärbte Komplexe, so das [Fe(III)(SCN)(H20)5]2+-lon oder das einfache Fe(SCN)3.
Mit K4[Fe(II)(CN)6] entsteht der tiefblau gefärbte Komplex Fe4[Fe(CN)6]3, das Berliner Blau, das seit 1704 bekannt ist. Die intensive Färbung beruht auf der Elektronenübertragung zwischen Fe(II) und Fe(III).
Mit der im Tannin enthaltenen Gallussäure, C6H2(OH)3COOH, bilden FeCl3-Lösungen schwarz gefärbte Komplexe.
   
 weiterführende Informationen: