Schießbaumwolle

Versuch: AC 054
Zeitaufwand: 60min
       
Geräte: Chemikalien:

● 2 1L-Bechergläser

● Glasstab

● 250mL-Standzylinder

● 100mL-Standzylinder

● Plastikeimer

● Tiegelzange

● Filterpapier

● Thermometer

● konz. Schwefelsäure (200mL)

● Salpetersäure (100mL)

● Watte aus Baumwolle (10g)

● Natriumhydrogencarbonat (84g)

   
Sicherheitshinweise:
Schwefelsäure (H2SO4) C R: 35 S: 26-30-36/37/39-45
Salpetersäure (HNO3) C O R: 8–35 S: (1/2-)23-26-36-45
Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3) S 22,24/25
   
 Durchführung:

In ein mit Eis gekühltes Becherglas werden zunächst 100mL Salpetersäure und anschließend unter Rühren langsam 200mL Schwefelsäure hinzugesetzt. Nach dem Abkühlen der Nitriersäure wird das Eisbad erneuert und die Baumwolle in lockeren Flocken zugesetzt. Die Watte bleibt für 15min im Reaktionsgemisch und wird anschließend mit Hilfe der Tiegelzange herausgenommen. Danach wird die Watte im Eimer gründlich mit Wasser gewaschen und dann mit einer 1molaren Natriumhydrogencarbonat Lösung (84g auf 1L Wasser) von Säureresten durch Waschen befreit. Anschließend wird die Watte auf dem Filterpapier getrocknet. Nach dem Trockenen kann die Watte mit Hilfe eines Feuerzeugs gezündet werden.

   
Entsorgung
Nitriersäure wird Neutralisiert und über das Abwasser entsorgt. Die Schießbaumwolle unterliegt dem Sprengstoffgesetz und muss umgehend vernichtet werden.
   
 Beobachtung:
Die Watte färbt sich während der Nitrierung leicht gelb. Nach dem Entzünden verbrennt die Watte rasch.
   
 Erläuterung:

Cellulose stellt ein Polyalkohol dar, dessen Hydroxylgruppen mit Hilfe von Nitriersäure nitriert werden können. Das Cellulosenitrat enthält einen Stickstoff-Massenanteil von 13,2%. In trockener Form ist Sie schlag- und reibungsempfindlich.

   
 weiterführende Informationen:
Versuchsskript